Diabetes im Klassenlager

Natürlich freute sich auch unser Sohn, als er von der Lehrerin erfuhr, dass die Klasse dieses Jahr ins Lager nach Oberwil fährt. Da unser Sohn seit seinem zweiten Lebensjahr mit Diabetes Typ 1 lebt, stellte sich für uns Eltern bald die Frage, ob wir ihn ins Lager schicken können und wer dabei die Verantwortung trägt. Die Schule lehnte die Verantwortung ab, unser Sohn wollte nicht, dass wir Eltern ihn begleiten, was wir aus Sicht seiner sozialen Entwicklung auch befürworteten. Also brauchten wir eine Fachperson welche die medizinische Verantwortung trägt und bereit ist, am Klassenlager teilzunehmen.

Ein Glückstreffer, mit Angela Ceresa fanden wir genau die richtige Frau. Das erste Treffen mit Angela, den Lehrkräften und uns war sehr unkompliziert, unser Bauchgefühl sagte uns schon bald, dass wir die Diabetesbehandlung während des Lagers abgeben können, denn Angela kennt sich zum Thema „Kind, Diabetes und Notfälle“ bestens aus. Auch die Vorbereitung war für uns dann sehr einfach. Wir mussten keine langen Infoblätter über die Diabetesbehandlung von unserem Sohn schreiben, wie wir das sonst gewohnt sind.

So konnten wir unseren Sohn mit bestem Gewissen ins erste Schullager ziehen lassen und hatten ein paar „diabetesfreie“ Tage. Wir denken, dass Angela unseren Sohn genau dort unterstützte, wo er Hilfe brauchte. Jedenfalls spricht er heute von seiner „Diabetes-Begleiterin“, was wir sehr positiv bewerten, da er sich ja ganz normal wie seine Kollegen entwickeln will.

Wir erlebten Angela Ceresa als sehr offene und spontane Person. Auch von den am Lager teilnehmenden Kindern, Lehrkräften und Köchen haben wir ein überaus positives Feedback zur Lagerbegleitung erhalten.

Gerne nehmen wir den Dienst von Angela Ceresa wieder in Anspruch.

August 2012, Rahel und Beat Ingold